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Eisenlegierungen Handelsgesellschaft mbH, Karlsruhe Errichtung und Betrieb einer Anlage zur Lagerung, Behandlung und Verwertung von Eisenschrotten, Nichteisenschrotten und Abfällen
Bauherr: Eisenlegierungen Handelsges. mbH Standort: 76189 Karlsruhe, Rheinhafen BRI Verwaltungsgebäude: 10.012 m³ BRI Metall- und Rep.-Halle: 13.023 m³ Befestigte Lagerfläche: 29.000 m² Leistungsumfang: LPH 1-8 Bauzeit: März 2005 bis Dezember 2005 Projekt-Nr.: 04/10
Die Eisenlegierungen Handelsgesellschaft mbH mit Stammsitz in Duisburg gehört zur Haniel-Gruppe und somit zu einem internationalen Konzern. In der neu errichteten Anlage im Standort Karlsruhe werden überwiegend recyclebare Edelstahlschrotte und Speziallegierungen gesammelt, sortiert und für den Transport zu einer Ressourcen schonenden Wiedereinschmelze in einem Stahlwerk oder einer Gießerei bereitgestellt. Realisiert wurde die Platzbefestigung / Abdichtung nach VawS wie auch der Neubau einer Metall- und Reparaturhalle und der Umbau des ehemaligen “Thomy-Gebäudes” zum Verwaltungsgebäude der elg mbH.
Im Vorfeld wurde ein Genehmigungsantrag nach §4 Bundes-Immissionsschutz Gesetz (BImSchG) gestellt. Von der Antragstellung im August 2004 bis zur endgültigen Genehmigung verging ein Jahr, wobei bereits im März 2005 mit einem Teil der Arbeiten begonnen werden konnte. Das gesamte Gelände ist flüssigkeitsundurchlässig versiegelt. Sämtliches Niederschlagswasser, das mit am Schrott anhaftenden Stoffen verunreinigt sein kann, wird einer Abwasserbehandlungsanlage zugeführt, in der es vor der Einleitung in die Kanalisation entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen gereinigt wird.
Die Eisenschrotte werden auf mehrlagig gestalteten Gussasphaltflächen gelagert. Die gesamte Fläche wurde keilförmig ausgebildet, so dass ein Gefälle zum in der Mitte des Platzes befindlichen Staukanal gegeben ist. Von diesem Kanal gelangen anfallende Flüssigkeiten in ein Rückhaltebecken und von dort in die Abwasserbehandlungsanlage, die in der neuen Metall- und Reparaturhalle untergebracht ist. Die Halle wurde in einer Stahlkonstruktion ausgeführt. Das Dach erhielt eine Trapezblechdeckung. Die Fassade wurde ebenfalls in Trapezblech ausgeführt. Beim Verwaltungsgebäude konnte stellenweise die bestehende Klinkerfassade aufgearbeitet werden, teilweise war diese aber so beschädigt und durch “falsche Klinker” ersetzt worden, dass nur eine neue Fassadengestaltung in Putz als Alternative blieb. Mit dem Anbau eines neuen Treppenhauses wurde ein repräsentativer barrierefreier Eingangsbereich geschaffen, der u.a. in die Kantine im EG und die Büroetage im 1. OG führt. Bei der Innenraumgestaltung der Büroebene wurde Wert auf eine warme, aber dennoch sachliche und moderne Atmosphäre gelegt. | |